„Stimme dich im Frieden und in der Stille auf Mich ein. Wie kannst du erwarten, Meine leise Stimme zu hören, wenn du im inneren Aufruhr und zu sehr in Eile bist, dir Zeit zum Stillsein und Lauschen zu nehmen?
Wenn du lernst, still zu sein, wird es dir gelingen, was auch immer du tust und wo auch immer du bist….
Dort wirst du Mich mitten in dir finden.
Du wirst deine Erkenntnis des Einsseins mit Mir, der Quelle aller Schöpfung, finden.
In diesem Zustand des Friedens und des Einsseins wirst du vollkommen Herr jeder Situation sein, und du wirst genau wissen, was du tun und wie du es tun sollst. […]“
(Aus Eileen Caddie: „Herzenstüren öffnen“, Impuls zum 1. August)
Dieses Buch „Herzenstüren öffnen“ ist mir nach vielen Jahren wir in die Hände gekommen. Damals während meiner ersten Yoga-Zeit hat es mir viele Türen geöffnet und mir erstaunliche Weisheiten eröffnet. Nicht alle habe ich damals verstanden, bei einigen hatte ich innere Widerstände und die meisten haben mich liebevoll durch die Zeit begleitet.
Der Text zum heutigen 1. August erinnert mich liebevoll an etwas, das ich selbst immer wieder suche und auch manchmal erhasche. In tiefen Momenten der Achtsamkeit und Langsamkeit tiefer spüre. Die Stille und was ich wohl wirklich bin – hinter und unter all dem Äußeren.
Insbesondere im Yoga und Klang und auch in den stillen Momenten danach wird das spürbar. Wenn sich Verstand und Ego mit all ihren wirren Gedanken und Ideen mal von meiner geistigen Bühne für eine Zeit verabschieden. Dann komme ich raus aus dem Dauerfeuer von Annahmen, Erwartungen, kein „ich sollte mal eben noch schnell“ oder Bewertungen oder vorschnellen Urteilen.
Wie angenehm diese Momente doch sind. Und so etwas finde ich auch gerne in der Natur oder nachts oder am frühen Morgen, wenn es draußen still ist.
Diese Woche Mittwoch hatten wir Vollmond. Nach einer schönen Abend-Yogastunde mit anschließendem gemütlichem Teeplausch kam ich zu Hause an und mir war so gar nicht danach, ins Bett zu gehen. Stattdessen war da Lust auf Vollmond.
Also habe ich mich um halb 11 noch mal aufgemacht, eine schöne Stelle zum Mond-Anschauen zu finden. Die ersten Ideen habe ich verworfen – Bäume im Weg, Straßen-Laternen zu hell, Wiese eingezäunt, Überland-Strommasten – und bin dann einfach mal der Nase nachgefahren und habe mich führen lassen. Und tatsächlich kam ich etwas außerhalb an eine Stelle mit wundervollem Weitblick auf die Schwäbische Alb – und den Vollmond, wie er satt am Himmel stand und hell-silbern geleuchtet hat. Es war eine Holzbank dort, so eine Liegebank, auf der man auch die Füße hochlegen kann und gar nicht anders kann, als gemütlich in die Ferne schauen.
Und da lag ich also, allein mit mir, eine Stunde bis Mitternacht, im Dunkeln, vollkommen fasziniert von diesem klaren und hell-strahlenden Mond, ein stilles Schauspiel. Ich konnte gar nicht mehr wegschauen. Und in dieser Stille lag gleichzeitig solch eine Kraft und Energie.
Ein langer Moment des NICHTS TUN. Einfach da sein und das Jetzt erleben.
Ein bisschen „ver-rückt“ hat es sich angefühlt. Und auf eine Weise normal und angekommen. Ganz woanders. Und das war vollmond-schön.
Und derweil genieße den Sommer – lebe – liebe – lache und tue noch mehr von dem, was dir wahre Freude bereitet!