„Jeder, der sich ernsthaft mit Wissenschaft beschäftigt, gelangt zu der Überzeugung, dass sich in den Gesetzmäßigkeiten der Welt ein dem menschlichen ungeheuer überlegener Geist manifestiert, dem gegenüber wir mit unseren bescheidenen Kräften demütig zurückstehen müssen.“
(Albert Einstein)
Kürzlich habe ich ein Buch über Albert Einstein und seine letzten Jahre gelesen.
Was er außer Mathematik und Relativitätstheorie im Bereich Philosophie & Geist, Friedensbemühen und Humanität gesagt, gelehrt und weitergegeben hat, hat mich sehr berührt und beeindruckt. Dabei ist mir das Zitat oben besonders ans Herz gewachsen.
Immer wieder lese ich Texte und Zitate von Wissenschaftlern der „neuen Physik“, die über Geist und Materie in einem Atemzug sprechen. Die Quantenphysik machts möglich. Und daraus wurde ein neuer Begriff, die „QuantenPhilosophie“ geboren. Es ist der Bereich, in dem sich die klassischen Naturwissenschaften mit der geistigen Kraft im Leben, der Philosophie, überschneiden.
Der Geist wird erforscht, die Bewegung von Photonen untersucht, der „leere Zwischenraum“ zwischen den Protonen bekommt nun Bedeutung. Die Wissenschaft macht nicht mehr Halt vor geistigen Experimenten und immer mehr akzeptieren, dass es da noch etwas anderes gibt als die bloße Materie.
Hoch spannend in einem Umfeld, in dem Geistiges in weiten Feldern der westlichen Welt und Gesellschaft als Humbug und unseriös einfach abgetan wurde.
„Was ich nicht sehe und beweisen kann, gibt es nicht“ scheint sich zu ändern in „Was ich nicht sehen und beweisen kann, dazu gibt es bisher noch nicht die passenden Methoden.“
Für mich persönlich löst sich damit ein inneres Dilemma auf, in das ich in den letzten 16 Jahren „hineingeraten“ bin, was ich an spirituellem Wissen auf meinem Weg durch Yoga und Klang immer wieder gelesen, gelernt und erfahren habe.
Jahrtausendalte, östliche Schriften berichten davon, die Existenz von Feinstofflichem wird nicht angezweifelt, sondern wird zur Basis der Existenz – zur Existenz selbst. Z.B. in den Upanishaden (alte philosophisch-spirituelle Texte aus dem Hinduismus). Sie beschreiben das Geistige/Göttliche oft als „Brahman“, die allumfassende, transzendente Realität hinter allem. Brahman wird als jenseits von Namen und Formen verstanden, zugleich als die innere Quelle aller Wirklichkeit und Bewusstseins. In den Upanishaden zeigt sich Brahman durch „Atman“, das individuelle Selbst, das in Tiefe mit Brahman identisch ist.
Dass nun Spiritualität und Teile der Wissenschaft zusammenfinden, finde ich grandios.
Und das wird sich in mir auch weiter verbinden. Das „Numinose“ und Unsichtbare wird fühlbar, wenn man es für möglich hält.